Szenarien
Für die Interessierten, die unsere interaktive Flashanwendung nicht nutzen und die Auswirkungen verschiedener Szenarien nicht direkt erleben können, haben wir einige ausgewählte Beispiel-Szenarien im Folgenden zusammengefasst.
Ausgangsszenario
In den Grundeinstellungen gehen wir von folgenden demografischen Variablen aus: Eine annähernd konstante zusammengefasste Geburtenziffer von durchgängig 1,4 Kindern pro Frau, ein positives Wanderungssaldo von 200.000 Personen jährlich (ab 2020) sowie ein Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung auf 85 Jahre bei Männern und 89,2 Jahre bei Frauen bis zum Jahr 2060.
Bei den Variablen Altersgrenzen und Beschäftigungsquoten gehen wir von einem durchschnittlichen Berufseintrittsalter über alle Bevölkerungs- und Bildungsgruppen von 22 Jahren aus, einem tatsächlichen Renteneintrittsalter von durchschnittlich 63 Jahren sowie von folgenden Beschäftigungsquoten: 72,5 % bei den bis 54-Jährigen und 50 % in der Altersgruppe 55 Jahre und älter.
Die Ausgangslage beschreibt folgende gesellschaftlichen Kennzahlen: Die Zahl der Gesamtbevölkerung beträgt im Ausgangsszenario 81,5 Millionen. Der Altenquotient beläuft sich auf 34 zu 100. Das bedeutet: Auf 34 Personen in einem Alter von 65 Jahren oder älter kommen 100 Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren.
Eine weitere wichtige Größe ist der so genannte Gesamtquotient, der das Verhältnis der potenziell erwerbsfähigen zur nicht erwerbsfähigen Bevölkerung ausdrückt. Dabei werden für die nicht erwerbsfähige Bevölkerung die Altersgrenzen von "unter 20 Jahren" sowie "ab 65 Jahre" und für die erwerbsfähige Bevölkerung das Altersintervall "20 bis 64 Jahren" gewählt. Im Gegensatz zum Altenquotienten wird hierbei im Nenner auch die Zahl der Menschen im Alter unterhalb von 20 Jahren berücksichtigt. Damit umfasst diese Verhältniszahl die gesamte Altersstruktur. Bei unseren Ausgangswerten ergibt sich ein Verhältnis von 64 zu 100. Das bedeutet: Auf 64 Personen im nicht erwerbsfähigen Alter kommen 100 Personen im erwerbsfähigen Alter.
Der Demograf erlaubt den Blick in die Zukunft, zum Beispiel auf das Jahr 2030: Den Modellrechnungen zufolge reduziert sich die Bevölkerungszahl bis zu diesem Jahr auf 79 Millionen. Gleichzeitig steigen Altenquotient und Gesamtquotient auf Werte von 51 bzw. 82 an. Das Verhältnis der "Jungen" und "Alten" und derjenigen im erwerbsfähigen Alter verschiebt sich also zu Lasten der Menschen im mittleren Alter.
Folgen der Entwicklung im Jahr 2060 noch deutlicher
Diese für 2030 berechnete Entwicklung wird im Jahr 2060 noch einschneidender: Die Bevölkerung ist weiter auf 70,1 Millionen zurückgegangen. Der Altenquotient, der 2010 bei 34 und 2030 bei 51 lag, beträgt nun sogar 63. Der Gesamtquotient erreicht den Wert 94, auch dies eine erhebliche Verschiebung zu Ungunsten der Menschen im erwerbsfähigen Alter.
Erklärend sei an dieser Stelle noch einmal auf die Zahlen hingewiesen, die wir in der Ausgangssituation zu Grunde gelegt haben: eine annähernd konstante zusammengefasste Geburtenziffer von 1,4 Kindern pro Frau, ein positives Wanderungssaldo von 200.000 Personen sowie ein Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung auf 85 Jahre bei Männern und 89,2 Jahre bei Frauen im Jahr 2060.
Weitere Szenarien
- Szenario 1:
Sinken der Geburtenziffer, Anstieg der Lebenserwartung und gleich bleibende Zuwanderung - Szenario 2:
Leicht steigende zusammengefasste Geburtenziffer (1,6), konstante durchschnittliche Lebenserwartung und ein positives Zuwanderungssaldo von 200.000 Personen


