|

Standort-Anzeiger:

Sie sind hier: Startseite / Hintergrund


Hintergrund

Das Informationsportal "Der Demograf" ist ein Internetangebot, das Basis- und Hintergrundinformationen rund um das Thema Demografie anbietet. Initiator des Portals ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Der Anwendung liegen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zugrunde.

"Der Demograf" möchte insbesondere mit Hilfe einer interaktiven Anwendung wissenschaftliche Inhalte für die allgemeine Öffentlichkeit erlebbar machen. Konsequenzen und auch Chancen der demografischen Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft werden aufgezeigt und jeder Nutzer kann erleben, was es bedeutet, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen anzupassen.

Um diesem Ziel gerecht zu werden, greift "Der Demograf" auf vereinfachte Szenarien und modellhafte Rechnungen zurück. Eine Erläuterung aller relevanten Fachbegriffe und deren konkrete Interpretation im Rahmen dieser Internetanwendung finden Sie in unserem Glossar.

Informationen zu den zugrunde liegenden Daten:

Bevölkerungsvorausberechnung (Alterspyramide):

Im Rahmen der Bevölkerungsvorausberechnung werden für die Jahre 1950 bis 2008 die Daten des Statistischen Bundesamtes verwendet. Für den Prognosezeitraum von 2009 bis 2060 greift die Anwendung auf die Ergebnisse von insgesamt 12 verschiedenen Berechnungen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes zurück.

Dazu gehören alle 12 Varianten (1-W1 bis 6-W2).

 

Demografische Variablen:

Die Variablen basieren auf den Annahmen der oben aufgeführten Varianten der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes zur Geburtenhäufigkeit, zur Lebenserwartung und zum Saldo der Zuzüge und Fortzüge über die Außengrenzen Deutschlands.

Variablen Altersgrenzen und Beschäftigungsquoten:

Die Nullwerte basieren auf den aktuellen, für diese Anwendung gerundeten Werten für das durchschnittliche tatsächliche Renteneintrittsalter und die Beschäftigungsquoten. Die Variabilität dieser Werte basiert auf realen Schwankungen in den letzten Jahren bzw. auf Werten, die in einem sinnvollen Verhältnis zum jeweiligen Ausgangswert stehen.

Der Wert für das durchschnittliche Berufseintrittsalter ist nur schwer zu ermitteln. Der hier zugrunde liegende Nullwert basiert auf einer Modellrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Arbeiten bis 67 / Anstieg der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre:

Die Zahlen für den unterstellten Anstieg des Renteneintrittsalters wurden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereit gestellt und sind Grundlage für die Berechnungen zum Anstieg der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre.

Gesellschaftliche Kennzahlen:

Die hier präsentierten Ergebnisse basieren auf den oben skizzierten Daten ohne zusätzliche Modellrechnungen oder dynamische Anpassungen. Die Berechnung der Werte erfolgt auf folgende Weise - Beispiel:

  • Anzahl der Erwerbstätigen 55-64 Jahre (Angabe des Wertes in Millionen):
    Zunächst einmal gilt die gewählte Variante der Bevölkerungvorrausberechnung und das mit Hilfe des Schiebereglers gewählte Jahr. Aus dieser Variante werden nun alle Personen die 55 oder älter sind, aber noch nicht ihr 65. Lebensjahr vollendet haben, errechnet. Dieser Wert wird dann mit der vom Nutzer eingestellten Beschäftigungsquote für die Altergruppe 55-64 Jahre multipliziert.

Die gesellschaftliche und arbeitsmarktpolitische Realität ist an vielen Stellen natürlich oftmals komplexer als das Modell der interaktiven Anwendung. Dies ist selbstverständlich auch den Initiatoren der Anwendung bewusst.

Wir wollen jedoch keine komplizierte Simulation schaffen, die mit großem Aufwand versucht, alle theoretisch wirkenden Faktoren realitätsgetreu zu berücksichtigen. Wir wollten vielmehr eine Anwendung schaffen, die unter vereinfachten Bedingungen anhand ausgewählter Variablen zeigt, welche Chancen und Probleme der demografische Wandel mit sich bringt.

Natürlich kann in der politischen Realität beispielsweise die zusammengefasste Geburtenziffer nicht auf Mausklick erhöht werden - ebenso wenig die Beschäftigungsquote. Die Anwendung zeigt jedoch, in welche Richtung bei den verschiedenen Variablen agiert werden kann, um die Auswirkungen der demografischen Entwicklung im Interesse des Landes und der Gesellschaft zu beeinflussen.


weiterführende Informationen